12.11.2018 – Rückblick: KNX Training Center Conference 2018 in Wien

Die diesjährige KNX Training Center Conferece fand in St. Pölten statt. Julian Barkes von BEMCO hat einen Bericht in englischer Sprache geschmückt mit ein paar schönen Bildern für KXNtoday verfasst.

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Ich selbst durfte zum Ende eine Präsentation über die „KNX-RF Education Sets“ vortragen. 9_KNX-RF-Education-Sets_Description_Order_ITCC2_german

PA165045.JPGZum Online-Artikel geht es hier lang: KNX Training Center Conference 2018 in Vienna

Sämtliche Präsentationen und Bilder kann man sich hier herunterladen.

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11.11.2018 – Mit Twinkly: 16,7 Mio. Farben für den Weihnachtsbaum mit App!

Es weihachtet noch gar nicht sehr. Heute hat es 14 Grad, blauen Himmel und Sonne! Aber in nur 43 Tagen ist Weihnachten! Geschenke schon gekauft? Nein? Da kommt dieses tolle Gadget, wie gerufen! Endlich ist sie da: Die WiFi-Weihnachtsbeleuchtung mit RGB-LEDs und APP!

Für echte Smarthome-Fans ist es schon lange üblich die schicke Weihnachtsbaumbeleuchtung per schaltbare Steckdose zu schalten. Nur dann „brannte“ der Baum einfach im schnöden grell-weiss! Jetzt kommt es aber viel besser und bunter: Für die Farblicht-Fans gibt es jetzt Erste Hilfe. Das System heisst „Twinkly“ und besteht aus einzelnen 3-farbigen LED-Punkten, die auch noch einzeln ansteuerbar sind! Die LED-Lichterketten gibt es in unterschiedlichen Längen und passen so für jede Baumgrösse. Sogar für Draussen soll es funktionieren, weil die Ware mit IP44 gekennzeichnet ist. Einmal geht das sicher 🙂

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Und wie sich das für ein echtes IoT-Gadget gehört, steckt natürlich WiFi drin – und zwar im Netzstecker. Mit der passenden APP kann man dann die gewünschte Farbe, Farbverläufe, sogar Muster und Einzelpunkte auswählen und zum Leuchten bringen. Wer möchte, kann die Beleuchtung auch zum passenden Weihnachtlied im Rhythmus zucken lassen.

Übrigens: Wie erwähnt muss man nicht das Set mit den 25 Metern kaufen. Es gibt Starter-Sets in verschiedensten Längen. Mittlerweile sogar LED-Kugeln und beleuchtete LED-Tiere zum Aufstellen. So richtig USA like lassen sich dann tolle Lightshows komponieren.

Danke Sepp für den Hinweis!

Twinkly ist bei den üblichen Onlinehändlern erhältlich!

Ich bitte um Erfahrungsberichte!!

09.11.2018 – SmartHome: Es wird Winter! Die KNX-Integratoren schwärmen aus! (Thema: Fussbodenheizung etc.)

Aus aktuellem Anlass kommt es hier zu einer „Neuauflage“ des Artikels vom 24.01.2017 auf meinem „privaten“ Blog:

Es kommt der Winter.. es wird kalt!! Die werten Damen in den Niedertemperatur-Wärmepumpen-Wohnungen und -Häusern haben zunehmend kalte Füsse!!

Und wie jedes Jahr kommen nun die Anfragen, warum das so ist und ob man „da nicht was machen könnte“.

Denn „früher“ war es an den Füssen viel wärmer!! In den alten Häusern mit Gas- und Öl-Heizung und ohne die neumodischen Niedertemperatur-Wärmepumpen. Und überhaupt mit KNX und all dem Zeugs… und der teueren KNX-Einzeltemperaturregelung. Da kann man am Rädchen drehen und den Wunschwert von 24 Grad und mehr einstellen und angezeigen lassen und das (extrem teuere und hochgenaue) Conrad-/Tschibo-Digital-Thermometer mit Wetterstation und Digitaluhr zeigt nicht mehr als 22.6 Grad an!! Schon seit Tagen *heul* *zeter* *jammer*

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Hinzu kommt noch ein rein genetischer Unterschied: Das unterschiedliche Temperaturempfinden zwischen dem X- und dem Y-Chromosom! Schon in der Steinzeit wärmte sich die bessere Hälfte in der gut temperierten Höhle, während der Ehegatte mit seinen Kumpanen draussen in der Kälte für Protein-Nachschub sorgte.

Nun schwärmen sie wieder aus – die mit Temperaturmesspistole bewaffneten KNX-Integratoren – und werden zusammen mit den Heizungsfachleuten genötigt nachzuweisen, dass die Raumtemperaturregler auch das messen, was sie anzeigen, um zu beweisen, dass der „kalte Fussboden“ zurecht „kalt“ bleibt. Eben dann, wenn der Sollwert erreicht ist oder schlicht die korrekt ausgelegte Vorlauftemperaturkalkulation nicht mehr zulässt als „alle Ventile offen“. Und trotzdem die Fussbodenoberfläche bei 22 Grad verbleibt!

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Auch wenn man den Damen das Merkblatt zum Thema Fussbodenheizung (Anhang) hinlegt, so werden physikalische Grundgesetze nahtlos und gnadenlos ignoriert. Wenn es den Damen zu kalt an den Füssen ist, so liegt das sicherlich nicht am fehlenden Beinkleid, sondern an der schnöden modernen Technik, die klar nicht für wohlige Wärme sorgt! Zudem ist „frierenden“ Ladies mit logischen Erklärungen zu irgendeinem Thema prinzipiell nicht beizukommen. (Schon mal mit einer Lady am Christkindlsmarkt gewesen und auf die Pumps und leichten Söckchen geschaut? Da friert es einem beim hinschauen schon!)

Nun kommen findige KNX-Integratoren auf den Dreh: Man könnte ja den minimalen Stellwert begrenzen auf z.B. 25% (MDT Heizungsaktoren)
–> Somit bleibt das Ventil immer offen, auch wenn der Reglerstellwert kleiner als 25% sein sollte.
Das Ziel dieser Aktion ist: Immer schön warmes Wasser durch die Fussbodenheizung laufen lassen.

Der Nachteil dieser Aktion ist allerdings: Geregelt wird da nix mehr! Gespart wird da auch nix mehr! Und „besser warm“ wird es damit auch nicht! Und wenn, dann nur in der kurzen Übergangszeit – unmerklich.

Pech nur, dass der Heizungsaktor (MDT) bei 0% Reglerwert auch mit minimaler Stellwertbegrenzung auf 25% auf den Stellwert NULL geht und das doch tatsächlich thermoelektrische genannte Element dazu bewegt das Heizventil gänzlich zu schliessen!! Welche Frechheit!

Die Frage, welche eben so ein findiger KNX-Integrator nun an meinen Kollegen gegeben hat:
–> Kann man diese „NULL bei NULL“ irgendwie umgehen?

Ich denke nicht; denn es macht ja klar Sinn, dass bei z.B. 23 Grad Raumtemperatur die Fussbodenheizung abstellt, wenn 22.5 Grad eingestellt wurde am Regler.

Was die Damen eben nicht glauben wollen ist, dass die normale gesunde Körpertemperatur eines femininen Homo Sapiens bei etwa 36,8 Grad liegt.
Somit entsteht eine real existierende Temperaturdifferenz zwischen nackter weiblicher Fusssohle und einwandfrei geregelter Fussbodenoberfläche von 13,8 Grad! *brrr* *kalt* *Socken*

Aber wer nichts weiss, muss alles glauben!

Andererseits würde keine der Damen in ein Badewasser steigen, welches 23 Grad „warm“ wäre! Denn alles was kälter, als die eigene Körpertemperatur von etwa 36.8 Grad ist, wird von der Haut als „kalt“ empfunden.

Wie soll nun eine Niedertemperatur-Wärmepumpe den Fussboden auf mehr als 36.8 Grad bringen in der kalten Jahreszeit? Ohne den Bodenbelag zu zerstören?

Denn nach SIA-Norm ist die mittlere Raumtemperatur in Wohnräumen auf 20 Grad bei -8 Grad Aussentemperatur (Zürich) begrenzt!!
In Bädern liegt diese bei 24 Grad bei -8 Grad Aussentemperatur! So wird die Heizleistung bemessen und daraus resultiert die Anschlussleistung der Wärmepumpe!!

Nun könnten „schlaue Köpfe“ ja meinen, dass mit der Aussentemperatur auch die mögliche Raumtemperatur linear ansteigt und rechnen dann mal kurz in der rechten Gehirnhälfte:
Bei -8 Grad Aussentemperatur ergibt sich eine Raumtemperatur von 20 Grad
–> Bei 2 Grad müssten ja dann 30 Grad möglich sein!!! Leider hat sich auch hier das allseits bekannte Milchmädchen verrechnet.

Tja, da setzt es halt dann aus und die Synapsen greifen ins Leere; denn die Vorlauftemperatur der Fussbodenheizung wird in der Therme eben möglichst energiesparend berechnet. Steigt die Aussentemperatur -> Weniger Gesamtenergiebedarf (zum Halten der 20 Grad) erforderlich!! Das ist extrem sinnvoll, um einfach Energie zu sparen!! Denn warum soll die Wärmepumpe mehr Wärmeenergie vorhalten, als die zu erwartende Wärmemenge für den nächsten Tag?
(Das wäre so, als würde man an der Ampel die ganze Zeit das Gaspedal durchdrücken, den Motor in Höchstdrehzahlen laufen lassen, gleichzeit voll auf der Bremse stehen und bei Grün die Bremse langsam locker lassen ohne das Gaspedal loszulassen, um langsam Geschwindigkeit aufzunehmen. Aktuell schalten moderne Autos den Motor ganz ab, wenn man länger hält. Warum wohl?)

Man erinnere sich dunkel: Die Wärmeerzeugung ist das grösste Kuchenstück am Gesamtenergieverbrauch im schnöden Wohnhaus.
Somit ändert sich die Heizkurve mit nichten linear, sondern passt sich dynamisch anhand der Aussentemperatur an die berechnete benötigte Wärmemenge an, um eben die 20 Grad gemittelte Raumtemperatur zu erreichen!

Somit verbleibt die Fussbodenoberflächentemperatur im Mittel bei etwa 22 Grad Celsius unabhängig davon, ob gerade -8 Grad im Aussenbereich herrschen oder die Aussentemperatur sich im leichten Plusbereich befindet.

Dies heisst aber auch leider im Umkehrschluss, dass die 20 Grad gemittelte Raumtemperatur nicht mehr erreicht werden kann, wenn die Aussentemperatur unter -8 Grad fällt!
Weil dann die Heizkurve am unteren Limit anschlägt (eigentlich am oberen Limit der maximal möglichen Wärmeleistung).

Das Gute an modernen Heizsystemen und der Niedrigenergie-/Minergie-Bauweise ist aber: Die Wärme bleibt im Haus (wegen der massiven Dämmung). Somit ist ALLES 20 Grad warm im Innenraum! Wirklich alles! Der Boden, die Wände, die Möbel, die Küchenplatte aus Granit! Alles!
(Für die Quäker: Ja, oben an der Decke etwas wärmer als unten *blabla*)

Der Unterschied ist nur aus welchem Material der Fussboden besteht! Thema „Wärmeleitfähigkeit und Werkstoffe„. Physik 7. Klasse! So fühlt sich ein echter Holzboden im Wohnzimmer bei 23 für nackte Füsse ganz anders an als, Steinzeug oder Fliessen im Bad. Das liegt daran, dass Holz die Körperwärme des Fusses nicht ableitet (Kiefernholz 0,26 W/(m·K)). Steinzeug hingegen leitet die Wärme sehr gut ab. Somit fühlt sich die Fliesse „kälter“ an, als der Holzboden. (Fliesen 2,2 W/(m·K))

Was nun hilft im Winter? Im Badezimmer liegen Teppiche. Da kann man mit nackten Füssen schön frisch rumlaufen. Und man hat ja noch den höher kalkulierten Temperaturwert von 24 Grad Soll. In den anderen Räumen hilft im Winter nur eines: Socken! Hausschuhe! Strumpfhose! Es ist einfach im Winter kälter, als im Sommer. Und seien wir mal ehrlich: 21-23 Grad hat man im Sommer auch nicht durchgängig draussen! Wenn es kälter wird muss man sich einfach adequat anziehen. Auch die Ladies, die gerne leichter bekleidet hübsch sind.

Weil es immer wieder Diskussionen um dieses Thema gibt, übersende ich Euch hiermit das Merkblatt der Suissetec zum Thema Fussbodenheizung.

Das Merkblatt enthält auf Seite 2 auch Informationen zum Thema „Systeme ohne Einzelraumtemperaturregelung“ bei Systemen mit Vorlauftemperaturen unter 30 Grad.
–> Hier ist eine individuelle Einstellung der Raumtemperatur durch den Nutzer „schwierig“

Diesen Beitrag schrieb ich ursprünglich am 15.12.2014. Er ist im Original im KNX-User-Forum zu finden.

07.11.2018 – ETS5-Workshop in Kassel

Gerade bin ich über die Bilder vom ETS5-Workshop in Kassel gestolpert. Da fiel mir ein, dass dieser Workshop ja auch ein Thema für den Blog sein könnte.

Also: Dieter Koch organisierte für die KNX-Professionals Deutschland e.V. einen ETS5-Workshop in Kassel. Die Resonanz aus dem Verein war überragend und so fanden sich über 60 Teilnehmer im BZ Bildungszentrum Kassel ein. André Hänel von der KNX-Association präsentierte nicht nur die aktuellen und kommenden Funktionen, sondern nahm im zweiten Teil die Anregungen und Kritikpunkte an der ETS-Professional auf. Letztere wurden anschliessend nach Prioritäten und Machbarkeit sortiert.

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Dr. Klaus Gütter war mit seiner Mannschaft von der IT GmbH ebenso vertreten, wie auch die Kollegen von der ISE, welche sich auch gleich um die Bugs kümmerten. Da der Workshop rundum als gelungen bezeichnet werden konnte, entschied man sich am Ende der Veranstaltung diese alle zwei Jahre durchzuführen.

Das nächste Treffen der KNX-Professionals Deutschland e.V. findet als „Wintertreffen“ in Dornbirn vom 06. bis 09. Dezember 2018 statt – mit Begleitung, falls vorhanden. Dort können sich die Neulinge – Anwärter genannt – vorstellen und anschliessend Vollmitglieder werden. Wer Mitglied werden möchte, der kann sich hier informieren oder mich anfragen.

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Wir verlängerten unseren Aufenthalt in Kassel um einen Tag, um uns eben Kassel ein wenig anzusehen. Anschliessend fuhren wir über das Wochenende weiter in den „Hohen Norden“ nach Ostfriesland. Die Sonne war uns gnädig, allerdings hatte es einen recht frischen Wind. Am Montag starteten wir zurück in die Schweiz. Aber nicht ohne noch den Kollegen von MDT einen Besuch abzustatten. Wenn man schon mal in der Nähe ist.

 

07.11.2018 – ETS5pro Gutscheinaktion von E-Necker -40%

Für alle die es noch nicht wissen: Es hat wieder eine ETS5pro-Gutschein-Aktion. Diesmal vom Kollegen Mario Necker alias „SuperMario“. Auch hier wird die ETS5professional wieder 40% günstiger, wenn man den Gutschein nutzt.

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Das Prozedere ist immer gleich. Man benötigt einen myKNX-Account. Dann die Daten in das Formular eintragen und warten, bis der Gutschein im Account auftaucht. Man erhält zudem eine E-Mail als Benachrichtigung. Der Gutschein ist dann einen Monat gültig. Innerhalb dieser Zeit sollte man den Kauf der ETS5pro auslösen. Während des Bestellvorganges hat man die Möglichkeit einen Gutschein auszuwählen. Eine sog. „Kumulation“ von Gutscheinen ist nicht möglich. Und: Man bekommt natürlich auch „kein Geld raus“. 🙂 Jeder nur ein Kreuz! Äh, Gutschein. Über die Laufzeit ist mir nichts bekannt.

Hier geht’s zur ETS5pro Gutscheinaktion!

Die offizielle Preisliste der KNX-Association finden Sie hier.

06.11.2018 – Neue Kategorie: „Bilder des Grauens“

Immer wieder stolpern Kollegen (oder ich) über „Meisterwerke aus der Gebäudetechnik“ und halten diese bildlich fest. Deshalb starte ich heute die neue Kategorie „Bilder des Grauens“!

Das erste „Nightmehr“ habe ich von Manuel Brück „geklaut“. Mit freundlicher Genehmigung.

Gerne veröffentliche ich von Euch eingesendete Fotos, die das Problem zu einer Lösung aus der Gebäudeautomation eindrücklich zeigen. Mehl an peter.sperlich@hispeed.ch und Bild wird mit Referenz gepostet.